BZWU - Projektwoche 2005 Davos

Projektwoche der Klasse M2B in Davos 2005

Seit einigen Jahren führt das Berufsbildungszentrum Wil mit den kaufmännischen Klassen im zweiten Lehrjahr eine Projektwoche durch. Jede Klasse reist für eine Woche an einen Ort in der Schweiz, um ein Thema zu behandeln. Die Schülerinnen und Schüler planen das Programm selbstständig und organisieren auch alles vom Menüplan bis zur Reise. Seit diesem Jahr wird die Ausbildungseinheit 3 ebenfalls in die Projektwoche integriert. In Gruppen werden zum Schulthema "Ernährung" verschiedene Aspekte untersucht und in einer Präsentation vorgestellt.

Datum: Montag, 4. Juli, bis Freitag, 8. Juli 2005
Ort: Davos
Haus: Pfadiheim
Teilnehmer: 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse / Lehrpersonen: E. Egli, J. Alcolea (Mo, Di) und M. Kunz (Di - Fr)


Impressionen

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Bericht

Wir schreiben den 4. Juli 2005, ein heisser Sommertag. Frisch und fröhlich macht sich die Klasse Km2b vom BZ Wil auf in die Projektwoche. Nicht etwa zum Spass, sondern um viele verschiedene Dinge über unser Ausbildungseinheitsthema Ernährung zu lernen, verbrachten wir die Woche im wunderschönen Davos. Das Ziel war, sowohl eine projektbezogene Feldarbeit durchzuführen, wie auch die Ausbildungseinheit 3 zu präsentieren. Unser vorgegebenes Klassenthema war Ernährung, speziell sollten wir den heutigen Zustand und die Entwicklung eines selbst ausgewählten Spezialthemas erarbeiten. Als Themen ergaben sich durch Absprache in der Gruppe Magersucht und Fettsucht, Milch im Alltag, Ernährung für Sportler, Fast Food und italienische Gastronomie in der Schweiz. Die restlichen Tage erhielten wir viele neue Einblicke in die Welt der Gastronomie und Ernährung.
Gleich nach der Ankunft ging es auf ins Pfadiheim. Der erste Eindruck unserer Unterkunft war sehr positiv. Nach dem Mittagessen widmeten sich die einzelnen Gruppen ihrer Feldarbeit, welche dazu da war, sich Informationen zu den einzelnen Projekten zu beschaffen. Die Feldarbeit sollte zudem sinnvoll in die Präsentation eingebaut werden. Die Erwartungen der Gruppen wurden voll erfüllt, alle waren mit dem Ergebnis voll zufrieden. Auf Grund des unsicheren Wetters wurde der Davos-Rundgang abgesagt und durch einen gemütlichen Spieleabend ersetzt.
Am Dienstagmorgen trafen wir vor dem 5-Sterne Hotel „Belvedere“ ein, wo wir eine ausgezeichnete Führung durch das Hotel bekamen Unsere Hotelführerin zeigte uns die Räumlichkeiten und erzählte uns alles über die Mitarbeiterzahlen bis hin zu den Zimmerpreisen. Speziell erzählte uns der Küchenchef Fakten und Zahlen über den Einkauf und die Zubereitungen der exzellenten Menüs. Vor allem interessierten wir uns für die Organisation des Hotelbetriebes während der WEF-Woche, wo unter anderem auch Bill Clinton und Tony Blair teilnehmen. Am Nachmittag machte uns das Wetter erneut einen Strich durch die Rechnung. So ging es statt auf die Schatzalp ins nahe gelegene Schwimmbad. Den Abend nutzten viele Gruppen, um diverse Sachen für die Präsentation vorzubereiten.
Den Mittwoch widmeten wir voll und ganz zwei verschiedenen Produktionsbetrieben in der Nähe von Davos. Am Morgen ging es mit dem Bus nach Clavadel, wo wir nach einer einstündigen Wanderung die Clavadeleralp erreichten. Dort besuchten wir die Schaukäserei, welche „live“ ihren Alpkäse herstellte. Die Käserei verarbeitet pro Tag 1000 Liter Milch von 55 Kühen, was am Schluss etwa 120 kg Käse ergibt. Bei der anschliessenden Degustation durften wir uns auch noch selbst vom guten Geschmack des Käses überzeugen. Nachdem alle gestärkt waren, wanderten wir zurück und machten uns auf den Weg nach Klosters. Dort besuchten wir eine Lachserei. Zuerst zeigte man uns, wie der aus Norwegen gelieferte Lachs für das Räuchern vorbereitet wird. Der Familienbetrieb verarbeitet pro Jahr 25 Tonnen Lachs. Jeder Arbeitsschritt wird von Hand erledigt, weshalb der Lachs bei Kennern sehr beliebt ist. Traurig, dass der geräucherte Fisch in der Gastronomie von Davos und Umgebung kaum Absatz findet. Auch hier durften wir uns anschliessend selbst vom guten Geschmack überzeugen.
Am Donnerstagmorgen spürte man überall die Nervosität. Die Präsentationen standen kurz bevor. Während dem Morgen gaben die einzelnen Gruppen ihren Arbeiten den letzten Schliff. Texte wurden geübt, Plakate fertig gemalt und das ganze durchgespielt. Nach dem Mittag war es dann soweit: Jede Gruppe hatte eine halbe Stunde Zeit, um den anderen ihr Thema näher zu bringen. Nach jeder Präsentation zogen sich die Lehrer eine viertel Stunde zurück, um die Referate zu bewerten. Während dieser bereitete sich jeweils die nächste Gruppe vor. Nach den Darbietungen spürte man deutlich, dass sich die Anspannung gelöst hatte. Den wohlverdienten Abend verbrachten wir bei gemütlichem Zusammensein in unserem Lagerhaus.Nach dem Hausputz und der Notenbekanntgabe machten wir uns auf den Heimweg. Die Woche war für alle sehr lehrreich.

(Projektbericht: Ramona und Ester)



Pfadiheim Davos


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